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Wie WHOOP Aktivitäten automatisch erkennt und zuordnet

Bei manchen Wearables braucht es regelmäßig den Griff zum Smartphone, um Aktivitäten lückenlos aufzuzeichnen: die App öffnen, eine Aktivität auswählen, manuell starten und auch wieder stoppen. Wird einer dieser Schritte versehentlich ausgelassen, gehen schlimmstenfalls alle Daten zu der Aktivität verloren. WHOOP erkennt Aktivitäten automatisch, zeichnet sie auf und ordnet sie zu – selbst wenn du mal nicht auf Start gedrückt hast.
Was die automatische Erkennung so wertvoll macht
Morgens zu Fuß ins Büro, abends noch kurz an die Hanteln – solche alltäglichen Aktivitäten werden häufig nicht aufgezeichnet. Und bei vielen Wearables heißt das: Was nicht getrackt wird, zählt auch nicht.
Bei WHOOP ist das anders: Was dein Körper jeden Tag leistet, wird automatisch erfasst – und in Healthspan berücksichtigt, um dein physiologisches Alter zu schätzen und dein Alterungstempo zu ermitteln.
Statt nur einzelner Workouts kannst du mit WHOOP körperliche Anstrengungen fortlaufend tracken. Die Daten in der App spiegeln dadurch die gesamte Belastung deines Körpers wider – und nicht nur eine gefilterte Version davon.
Wie WHOOP Aktivitäten erkennt
WHOOP analysiert Herzfrequenz, Bewegung und andere biometrische Daten rund um die Uhr, um daraus anhaltende Aktivitäten abzulesen.
Ein einzelner Anstieg der Herzfrequenz löst dabei aber noch keine Aufzeichnung aus. Vielmehr geht es um Muster:
- Eine anhaltende Erhöhung der Herzfrequenz im Vergleich zum Ausgangswert
- Beständige Bewegungs- oder Belastungsmuster
- Eine ausreichend lange Aktivitätsdauer, um Bewegungsartefakte herauszufiltern
Gemeinsam ausgewertet ergeben diese Signale dann gute Anhaltspunkte für eine andauernde Aktivität. Von gleichmäßigem Ausdauertraining bis hin zu Krafttraining, bei dem Bewegungen unterbrochen werden oder die Herzfrequenz nicht das ganze Bild der eigentlichen Anstrengung wiedergibt, kann WHOOP dabei eine Vielzahl von Aktivitäten automatisch erkennen.
Das Modell zur Aktivitätserkennung wird mit anonymisierten Daten von WHOOP Mitgliedern trainiert, wobei unterschiedliche Körpertypen, Altersgruppen und Geschlechter berücksichtigt sind.
So kann WHOOP körperliche Aktivitäten zuordnen
Zu erkennen, dass ein Workout stattgefunden hat, ist für ein Wearable keine große Herausforderung. Es dann aber auch richtig zuzuordnen, ist ungleich schwieriger.
WHOOP nutzt fortschrittliche Deep-Learning-Modelle, die im großen Umfang mit anonymisierten Mitgliederdaten trainiert werden. So können ausgeführte Bewegungen mit bereits bekannten Bewegungs- und physiologischen Mustern abgeglichen werden. Das funktioniert deshalb so gut, weil sich verschiedene Aktivitäten anhand ganz bestimmter Merkmale voneinander unterscheiden lassen:
- Bewegungsmuster (rhythmisch vs. variabel)
- Veränderung der Herzfrequenz (konstant vs. intervallgesteuert)
- Intensitätsprofile im Zeitverlauf
Die richtige Zuordnung hängt aber nicht nur von den Daten ab, die die Sensoren liefern. Auch persönliche Merkmale und Gewohnheiten spielen eine wichtige Rolle:
- Trainingsverlauf: regelmäßige Einheiten erhöhen die Erkennungssicherheit
- Kontextbezogene Muster: Wochentage und saisonale Trends
- Individuelle Physiologie: persönliche Herzfrequenzbereiche und physiologisches Profil
Stemmst du beispielsweise montags regelmäßig Gewichte, berücksichtigt WHOOP das bei der Interpretation ähnlicher Bewegungsmuster, die an einem Montag auftreten.
Wenn die Erkennungssicherheit hoch ist, weist WHOOP einer Aktivität eine bestimmte Bezeichnung zu, wie etwa Laufen, Radfahren oder – in diesem Beispiel – Gewichtheben. Anderenfalls wird standardmäßig die allgemeine Bezeichnung „Aktivität“ angezeigt.
Diese Aktivitäten werden automatisch erkannt und zugeordnet
Von leichter Bewegung im Alltag bis hin zu schweißtreibenden High-Intensity-Workouts erkennt WHOOP eine Vielzahl körperlicher Betätigungen automatisch.
Diese Aktivitäten können automatisch zugeordnet werden: Baseball, Basketball, Boxen, Crosstrainer, Eishockey, Feldhockey, Felsklettern, Football, funktionelles Training, Fußball, Gehen, Gewichtheben, Golf, HIIT, Jiu-Jitsu, Kajakfahren, Kampfsport, Kraftdreikampf, Lacrosse, Laufen, Leichtathletik, Mountainbiken, Paddeltennis, Pendeln, Pickleball, Radfahren, Rudern, Rugby, Schwimmen, Seilspringen, Skifahren, Skilanglauf, Spinning, Squash, Stairmaster, Surfen, Tanzen, Tennis, Turnen, Ultimate Frisbee, Vertikalkletterer, Volleyball, Wandern, Wrestling, Yoga.
Falsch zugeordnete Aktivitäten kannst du selbst ganz einfach neu zuordnen – und das lohnt sich langfristig. Denn jede Korrektur hilft WHOOP dabei, zu lernen, wie deine Trainingseinheiten tatsächlich aussehen. Und dadurch wird auch die automatische Zuordnung immer genauer. Mithilfe dieser Daten können außerdem die Algorithmen von WHOOP weiterentwickelt werden, um spezifische Aktivitäten immer besser zu erkennen.
So zeigen sich automatisch erkannte Aktivitäten in deinen Daten
Im Hinblick auf die Daten in der App und deren Analyse macht es keinen Unterschied, ob WHOOP eine Aktivität automatisch erkennt oder ob du sie manuell startest.
Der tägliche Belastungswert setzt sich aus kardiovaskulärer und muskulärer Belastung zusammen. Während die kardiovaskuläre Belastung unabhängig davon ermittelt wird, ob eine Aktivität in der App protokolliert wird, basiert die Berechnung der muskulären Belastung auf erfassten Workouts. Bei Krafttraining sorgt die automatische Aktivitätserkennung dafür, dass die muskuläre Belastung bei der Tagesbelastung berücksichtigt wird.
In Healthspan fließen sowohl automatisch als auch manuell erfasste Aktivitäten in die Kraftaktivitätszeit und in die Zeit in einzelnen Herzfrequenzzonen ein.
Genau das ist das Ziel: Deine Daten sollen all das widerspiegeln, was du jeden Tag tust – und nicht nur das, was du tatsächlich aufzeichnest. So kann WHOOP dir ein umfassendes Bild deiner Gesundheit und Fitness geben, mit personalisierten Analysen und passgenauen Empfehlungen für dein Training.
Was du beachten solltest
Bei der automatischen Erkennung gibt es einige Besonderheiten:
- Es werden auch kardiovaskuläre Aktivitäten mit geringerer Belastung angezeigt. Wenn sie für dich nicht relevant sind, kannst du sie einfach löschen.
- Es kann vorkommen, dass WHOOP Aktivitäten nicht richtig zuordnet. Du kannst sie dann selbst neu zuordnen – und so auch dazu beitragen, dass Aktivitäten künftig korrekt automatisch zugeordnet werden.
- Es kann eine Weile dauern, bis neue Sportarten erkannt werden. Eine Aktivität, die WHOOP bei dir selten registriert, ordnet das System zunächst allgemein als „Aktivität“ ein, bis du sie einige Male manuell erfasst hast.
Updates
Verbesserungen bei der Aktivitätserkennung
Um der wachsenden Mitgliederzahl und kontinuierlichen Weiterentwicklung der Wearables Rechnung zu tragen, werden die Modelle zur Erkennung und Zuordnung von Aktivitäten regelmäßig neu trainiert. Die neueste Version stellt sowohl hinsichtlich des Datenumfangs als auch der Ausgereiftheit der KI-Modelle einen echten Fortschritt dar.
Die jüngsten Verbesserungen betreffen Aktivitäten, die bisher schwerer zu erkennen und zuzuordnen waren:
- Krafttraining und funktionelles Training werden zuverlässiger erkannt.
- Aktivitäten mit geringer Belastung über einen längeren Zeitraum werden besser erkannt.
- Dank verbesserter Erkennungssicherheit werden weniger Trainingseinheiten als allgemeine Aktivität eingeordnet.
- Aktivitäten werden für unterschiedliche Altersgruppen und Fitnessniveaus einheitlicher erkannt.
Beim Training des aktuellen Systems kamen ein größerer und vielfältigerer Datensatz sowie eine neue Generation fortschrittlicher Modelle für maschinelles Lernen zum Einsatz
Fazit
WHOOP erkennt körperliche Aktivitäten in Echtzeit, ordnet sie automatisch zu und liefert dir so nützliche Daten und Einblicke in deine Gesundheit und Fitness. Sollte WHOOP einmal danebenliegen, kannst du die Zuordnung korrigieren und so dazu beitragen, dass Aktivitäten künftig präziser erkannt werden.
Häufig gestellte Fragen zur Aktivitätserkennung
Kann WHOOP Krafttraining automatisch erkennen?
Ja, WHOOP erkennt Gewichtheben, funktionelles Training und ähnliche Formen des Krafttrainings ohne manuelle Eingabe. Für die detaillierte Erfassung von Sätzen, Wiederholungen und Gewichten gibt es den Strength-Trainer in der App.
Was kann ich machen, wenn WHOOP mein Training falsch zuordnet?
Ändere den Namen der Aktivität einfach in der App. Das hilft WHOOP dabei, deine Trainingseinheiten künftig richtig einzuordnen – insbesondere bei Sportarten, die du regelmäßig betreibst.
Fließen nur zugeordnete Aktivitäten in meine Werte und Analysen ein?
Ja, aber die Zuordnung kann entweder manuell erfolgen oder über die automatische Erkennung.
Zugeordnete Aktivitäten werden in Healthspan zur Berechnung der Zeit in einzelnen Herzfrequenzzonen und der Kraftaktivitätszeit herangezogen. Wenn du Kraftübungen zuordnest, wird in der Tagesbelastung außerdem auch die muskuläre Belastung berücksichtigt. Die kardiovaskuläre Belastung wiederum wird auch dann erfasst, wenn du deine Aktivitäten nicht gesondert trackst.
Warum hat WHOOP eine Aktivität erkannt, obwohl ich gar nicht trainiert habe?
WHOOP erkennt anhaltende körperliche Aktivität, wozu auch weniger anstrengende Dinge wie Spazierengehen oder Hausarbeit gehören. Da unsere Mitglieder unterschiedliche Präferenzen haben, werden zunächst alle Aktivitäten erfasst und angezeigt. Wenn eine Aktivität für dich nicht relevant ist, kannst du sie einfach löschen.
Welche Aktivitäten kann WHOOP automatisch zuordnen?
Diese Aktivitäten können automatisch zugeordnet werden: Baseball, Basketball, Boxen, Crosstrainer, Eishockey, Feldhockey, Felsklettern, Football, funktionelles Training, Fußball, Gehen, Gewichtheben, Golf, HIIT, Jiu-Jitsu, Kajakfahren, Kampfsport, Kraftdreikampf, Lacrosse, Laufen, Leichtathletik, Mountainbiken, Paddeltennis, Pendeln, Pickleball, Radfahren, Rudern, Rugby, Schwimmen, Seilspringen, Skifahren, Skilanglauf, Spinning, Squash, Stairmaster, Surfen, Tanzen, Tennis, Turnen, Ultimate Frisbee, Vertikalkletterer, Volleyball, Wandern, Wrestling, Yoga.